Weitere Schmerzkiller unter den ätherischen Ölen sind
unter anderem Lemongras und schwarzer Pfeffer.
„Düfte helfen gegen Schmerz aber nicht so sehr“ erwähnt Steflitsch,
„Einreibungen sind da wesentlich besser.“

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Auf diesem Weg gelangen ätherische Öle in das Gewebe und in den Blutkreislauf,
wo sie auf vielfache Weise wirken. Forscher der Universität Wien wiesen nach:
Probanden wurde Lavendelöl auf die Hautoberfläche gerieben,
schon nach ein bis zwei Minuten waren die Inhaltsstoffe
Linalool und Linalylacetat im Blut messbar.

Das Blut wiederum verteilt Duftmoleküle im ganzen Körper, bis hinauf ins Gehirn.

Steflitsch: „Da ätherische Öle Vielstoffgemische sind, wirkt ein einziges Öl auch gegen mehrere Probleme.
Das heißt freilich auch, dass ich zahlreiche ätherische Öle für ein und dieselbe Indikation einsetzen kann.“
So stärken viele Öle das Immunsystem und wirken antibakteriell, etliche auch antiviral. Steflitsch:
„Mittels Duftlampen, Raumsprays und Inhalation lassen sich so Erkältungsviren,
aber auch Influenzaviren und etliche Bakterien bereits im Anflug bekämpfen.“

Zu den Keimbekämpfern gehören Eukalyptus, Fichtennadel, Latschenkiefer, Limette, Mandarine,
Litsea, Myrte, Orange, Sandelholz, Schafgarbe, Teebaum, Thymian, Weihrauch, Weißtanne, Zimt und Zitrone.

Und zu guter Letzt sind ätherische Öle auch wertvolle Küchenhelfer.
„Sie schmecken nicht nur hervorragend, sondern bieten auch ganzheitliche Gesundheitsförderung“,
sagt Steflitsch. Aber Achtung: Immer nur ein bis zwei Tropfen verwenden, sonst schmeckt es zu intensiv.

Rezepte liefern unter anderem Sabine Hönig und Ursula Kutschera in „Aromaküche. Gaumenfreuden mit ätherischen Ölen“ –
und behaupten etwa, dass das kurze Schnuppern von Vanilleduft den Heißhunger auf Süßes stillen kann.
Auch Maria M. Kettenring liefert in „Duftküche. 80 Vitalrezepte mit ätherischen Ölen“ jede Menge kochbarer Tipps.
Etwa den: Drei bis fünf Tropfen ätherisches Zitrusöl auf ein angefeuchtetes Küchenbrett träufeln und verreiben –
so verleiht man den darauf geschnittenen Speisen nicht nur ein herrliches Aroma,
sondern desinfiziert mit dieser Methode auch Schneidebrett und Zutaten.
Schnuppern Sie in meinen Rezepten und probieren Sie raffinierte Geschmaksmomente.

Und wer mit ätherischen Ölen abnehmen oder keinesfalls zunehmen will, wähle Pfefferminzöl.
Dessen Duft soll appetithemmende Wirkung haben und kann zusätzlich die Gallenproduktion anregen,
die für die Fettverbrennung verantwortlich ist.
Es ist also keineswegs übertrieben, wenn Steflitsch abschließend schwärmt:
„Ätherische Öle, die aktivsten und stärksten Pflanzenwirkstoffe, sind wahrlich Tausendsassa.“

Qualitätshinweise bei Ölen

Qualitativ hochwertige Öle sollten folgende Merkmale aufweisen:
Die Flasche sollte dunkel sein, da ätherische Öle lichtempfindlich sind.
Die Aufschrift „100 % naturreines ätherisches Öl“ darf nicht fehlen, möglichst aus kontrolliert biologischem Anbau.
Die Bezeichnung „echtes ätherisches Öl“ ist nicht geschützt und bietet keinerlei Reinheits- und Qualitätsgarantie.

Nicht zu empfehlen: „naturidentische“ oder „synthetische“ Öle wie Flieder oder Apfel – sie wurden chemisch hergestellt.

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