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Schlafprobleme sind keine Seltenheit.
Viele Menschen sinken abends todmüde ins Bett,
nur um dann stundenlang wach zu liegen oder nach
einem kurzen Schläfchen aufzufahren um dann den
Rest der Nacht zu durchwachen,
um morgens dann, immer noch todmüde,
aus den Federn zu kriechen.

Dabei ist ausreichend Schlaf immens wichtig für Gesundheit und Wohlbefinden.
Während des Schlafes regeneriert unser Körper und sorgt dafür,
dass Gesundheit, Ausdauer und Belastbarkeit erhalten bleiben.
Schlafprobleme darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen.
Aber viele Betroffene scheuen davor zurück, dem Schlaf mit
Medikamenten auf die Sprünge zu helfen, dabei hält die Natur
das beste Schlafmittel bereit: den Lavendel,
der vor allem als ätherisches Lavendelöl Wirkung zeigt.

LavendelstrausLavendelöl nimmt die Angst

Die wirkung lavendelöl beruht in erster Linie auf zwei Inhaltsstoffen,
den Monoterpenen Linalool und Linalylacetat, dem Essigsäureester des Linalools.
Diese beiden Wirkstoffe machen den Großteil des ätherischen Lavendelöls aus
und ihre pharmakologische Wirkung auf den Gehirnstoffwechsel ist wissenschaftlich belegt.

Lavendel ist eine der bekanntesten Heilpflanzen gegen Unruhe, Angststörungen oder Depressionen. Auch seine schlaffördernde Wirkung ist gut bekannt, wobei diese eigentlich nur indirekt ist, denn wer angespannt ist und von Ängsten geplagt, kann sich nicht entspannt dem Schlaf hingeben. Das hat die Natur schon weise so eingerichtet, denn wer sich in einer Gefahrensituation zu einem Schläfchen niederlegt wacht am nächsten Morgen womöglich im Magen eines Raubtieres auf – oder eben gar nicht mehr. Nur wenn diese eigentlich sehr gesunde Reaktion überhand nimmt und sich verselbständigt, entsteht ein Problem.

Lavendelöl wirkt wie ein Antidepressivum

Medikamente, die beruhigend und antidepressiv wirken, greifen an bestimmten Stellen in
den Gehirnstoffwechsel ein und sollen das Zusammenspiel der verschiedenen Botenstoffe
wieder ins Gleichgewicht bringen. Unruhe und Angstzustände basieren oft auf einem Mangel
an Serotonin, das auch als Glückshormon bekannt ist.

Im Gehirn ist der Botenstoff an der Signalübertragung zwischen Nervenzellen beteiligt.
Je mehr und länger Serotonin wirkt, desto besser fühlen wir uns. Bestimmte Medikamente
gegen Depressionen greifen an diesem Punkt ein und sorgen dafür, dass das Serotonin
länger wirken kann, indem sie den Rücktransport in die Zelle verlangsamen.
Dazu binden sie an bestimmte Rezeptoren. Die Forschung hat nun gezeigt,
dass ätherisches Lavendelöl diese Medikamente aus der Bindung verdrängen kann.
Das bedeutet, es wirkt tatsächlich noch besser als das Medikament. [1]

Lavendelöl aktiviert den Ruhezustand

RaumdüftDie Hauptwirkung von Lavendelöl beruht darauf, die Verfügbarkeit des Botenstoffes Glutamat zu verringern.
Glutamat ist der wichtigste erregende Neurotransmitter im Gehirn.
Wo es aktiv ist, kommen die Zellen nicht zur Ruhe. Vermutlich sind bei einer Angststörung
bestimmte Ionenkanäle aktiviert, die letztendlich zur Freisetzung von Noradrenalin,
einem Stresshormon, und Glutamat führen. Hier zeigt Lavendelöl Wirkung,
indem es diese Kanäle blockiert und wieder in den Ruhezustand versetzt. [1]

 

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