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Zimt für die Gesundheit

Wer denkt bei dem Gewürz Zimt nicht an Leckereien, besonders zu Weihnachten.

Doch Zimt kann noch mehr als nur den Gaumen verwöhnen. Zimt spielt auch im Ayurveda eine große Rolle. Im Ayurveda spielt der Ernährung eine große Rolle, denn was der Mensch isst, wirkt sich unmittelbar auf sein Wohlbefinden aus. Der Magen-Darm Bereich profitiert dabei besonders von der Heilkraft des Gewürzes, denn es hilft unter Anderem auch bei Blähungen, Krämpfen und Parasiten. Im Ayurveda sollen diese starken Gewürze den Körper von innen reinigen. In Indien wird Zimt nicht nur für Süße Gerichte verwendet, wie bei uns, sondern auch für die pikante Note. Im Currypulver ist zum Beispiel immer Zimt enthalten.

Auch Hildegard von Bingen empfiehlt Zimt. Über Zimt schreibt sie: Er ist warm und hat starke Kräfte, seine Wärme ist so stark, dass sie jeden Feuchtigkeit unterdrückt und wer ihn oft isst, dem mindert er die üblen Säfte und bereitet gute Säfte in ihm und empfiehlt ihn bei Gicht und für Menschen, denen der Kopf schwer und stumpf ist. Von ihr ist auch ein Rezept für Kekse überliefert, die sollen die Nerven stärken.

Wer Informationen über die Wirkung von Zimt für das menschliche Wohlbefinden sucht, wird ein ganzes Füllhorn an Erstaunlichem finden. Er wird finden, das Zimt für Gesundheit und Wohlbefinden ein wahres Wundermittel sein kann, ob als Zimtstange, als Pulver oder ätherisches Öl.  Mit dieser wohlschmeckenden Medizin läßt sich von Grippe über sexuelle Lustlosigkeit und Blasenentzündung bis hin zu Diabetes vieles zumindest lindern.

Das die regelmäßige täglichen Einnahme von Zimtpulver bei Diabetes Typ 2 wirkt, ist die aktuellste und sensationelle Nachricht. Das ging auch 2003 durch die Massenmedien und gab vielen Menschen neue Hoffnung. Zimt ist ein Geheimnis, um das lange Zeit nur Fachleute wussten.

Der finnische Forscher Jaako Tuomiletho fand mit sehr einfachen Mittel heraus, das man sich gegen Diabetes Typ 2 schützen kann. 1993 begann er eine klinische Untersuchung mit 500 Personen mit hohem Diabets Typ 2-Risiko. Die Teilnehmer mussten einige simple Aufgaben erfüllen: Ihr Gewicht um mindestens 5% zu reduzieren, und den Fettverzehr wesentlich verringern von gesättigten tierischen Fetten. Der Verzehr von Obst, Gemüse, vollwertigem Getreide sollte erhöht werden. Und die Probanten sollten sich jeden Tag mindesten ½ Stunde lang bewegen. Tuemiletho hatte eine etwas 35% Verringerung des Risikos erwartet. Doch es wurde bei den 500 Probanten die sensationelle Verringerung um 58% erreicht. ER sagte: Wir haben demonstriert, das keiner der Menschen, denen es gelang, alle Aufgaben zu erfüllen, Diabetiker werden muß. Die Untersuchung zeigte, wie eng Diabetes mit diesen einfachen Verhaltensmustern verbunden ist.

Zimt war eins der ersten Gewürze, welches ihren Weg über die alte Fernhandelsstraße fand. Als  frühestes Zeugnis für diesen Fernhandel gelten die Wandreliefs des Totentempels von Deir el-Bahri, das von dem Pharao Hatschepsut errichtet wurde. Archäologen berichten, dass eine Mumie aus der 20. Dynastie (1200-1085 v.Chr) selbst nach über 3000 Jahren noch Gewürzduft verströmt.

Antike Schriftsteller wie Theoprast und Plinius der Ältere beschreiben die erwärmende harntreibende, verdauungs- und menstruationsfördernde Qualitäten des Zimt. Außerdem empfehlen sie ihn als Heilmittel gegen Husten, Katarrh, Schlangenbissen und Skorpionsstichen.

Zimt gibt es in 3 verschiedenen Varianten: als Stange, als Pulver und als ätherische Essenz.

In der traditionellen indischen Medizin spielt Zimt schon immer eine große Rolle, zum Beispiel im 3000 Jahre alten Buch: Sahara-Samhitha. Dort wird über Zimt beschrieben:

Es fördert die Durchblutung und wärmt den Körper
Es fördert die Heilung von Krankheiten (generell) und ist ausleitend (Stoffwechselgifte)
Es ist harntreibend
Es beruhigt die Nerven
Es stimuliert die Gebärmutter
Es regt die Sexualität an
Es wirkt gegen alle Entzündungen im Körper
Es hilft sehr gut bei Husten und Erkältung
Es entstaut die Beine
Es reguliert die Temperatur der Füße

Die medizinische Wirkung der Zimtrinde und Blätter wird von ihrem Gehalt an ätherischer Essenz bestimmt. Es gibt Zimtrinden-Essenz und Zimtblätter-Essenz. Im Hydrolat, dem Zimtwasser, stecken wasserlösliche Stoffe, die von den öligen abweichen und ebenfalls über Heilkräfte verfügen. Zimthydrolat wird beispielsweise für Produkte gegen Zellulite verwendet.

Es gibt Ärzte, Heilpraktiker und Aromatherapeuten, die mit ätherischen Essenzen arbeiten und dabei sehr gute Erfolge haben. Eingesetzt wird es oft bei Zahnschmerzen, Nasen-Rachenentzündungen, Blasenentzündungen, Bronchitis, Magenprobleme, Darmentzündungen und rheumatischen Schmerzen.

Als Gewürz gegessen fördert Zimt die Verdauung und hilft bei Übelkeit, Blähungen, leichtem Durchfall und Appetitlosigkeit. Es ist in fast allen Magenbittern enthalten.

Schwangere sollten Zimt meiden, weil es Wehenfördernd ist. Bluthochdruckpatienten sollten ebenfalls beim Genuß von Zimt Vorsicht walten lassen, da es den Blutdruck leicht steigern kann, und bei allergisch reagierenden Menschen ist ebenfalls Vorsicht geboten. Manche vertragen Zimt nur in kleinen Mengen oder reagieren empfindlich beim Kontakt mit der Haut.

Zimtrinden-Essenz ist eines der aggressivsten Essenzen und ist daher nur sehr sehr sparsam zu verwenden.

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