Wie Düfte und ätherische Öle auf uns wirken

Der Forschungsbedarf ist noch groß,
dennoch deuten zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen darauf hin,
dass ätherische Öle weit mehr können
als „nur“ gut zu riechen

Gardenien, Sandelholz und Lavendel riechen nicht nur
für die meisten Menschen angenehm, sie werden auch
traditionell in der Aromatherapie angewandt.
Nach und nach kommt die Wissenschaft dahinter,
wie wirksam einige Düfte tatsächlich sind.

DuftlampeKeine Wellness-Oase kommt ohne Räucherstäbchen
oder Aroma-Vaporizer aus.
Sie sollen der Kundschaft dabei helfen,
während der Anwendungen in noch
entspanntere Zustände zu gleiten.

 

Lange abgetan als esoterisch angehaucht, gibt es Wissenschaftler wie
Prof. Hanns Hatt von der Ruhr-Universität Bochum,
die bereits seit Jahrzehnten dazu forschen, welchen positiven Einfluss
bestimmte Duftstoffe und ätherische Öle auf unser Wohlbefinden
und damit unsere Gesundheit haben.

„Riechen ist etwas sehr Subjektives und Duftbewertungen sind durch
die Erziehung und persönliche Erfahrung geprägt“, erklärt der Geruchsforscher
und Zellphysiologe Prof. Hatt gegenüber FITBOOK.

„Der jeweilige Duft wird dabei von über 350 verschiedenen
Riechrezeptoren in der Nase erkannt, welche dann in den
Riechzellen einen elektrischen Impuls auslösen,
der dann ans Gehirn gesendet wird.

Riechfläschchen“ Bildlich gesprochen: Schnuppern wir beispielsweise an Lavendel,
erhält das Gehirn die Botschaft „Achtung, jetzt kommt Lavendel“,
was den Duft erst überhaupt erlebbar macht.
Und dieses Lavendel-Erleben gefällt den allermeisten Menschen
außerordentlich gut, es sei denn,
sie verbinden mit dem Geruch eine unangenehme Erinnerung.
mehr haben. Na dann, gute Nacht!

Düfte wirken und können deshalb auch schaden

Düfte und ätherische Öle wirken auf den Körper wie auf die Psyche, so viel gilt als gesichert.
Nur anders, als die meisten wohl vermuten würden.
Denn ihre Wirkung entfaltet sich nicht, indem die Duftmoleküle durch die Nase
direkt ins Gehirn marschieren, sondern erst durch den besagten Umweg über den Blutkreislauf.

Unser Körper, ja selbst die inneren Organe sind voll mit Riechrezeptoren –
die in der Nase machen nur einen Teil davon aus.
Warum also all die schönen Düfte, wenn sie auch ohne gerochen zu werden, wirken?
Prof. Hatt vermutet, dass es sich um eine Art „Service“ handelt.

„Eine zusätzliche Information an das Bewusstsein.
Wenn der Körper bereits positive Erfahrungen mit einem Duft gemacht hat,
könnte uns auf diesem Wege mitgeteilt werden, dass die darin enthaltenen Substanzen
uns guttun. So werden wir auf den Duft konditioniert.“
Doch was hilft, kann in Überdosen auch Schaden anrichten.

ätheri.Öl„Aroma-Öle sollten nur stark verdünnt verwendet werden,
denn eine hohe Konzentration kann zu Kopfschmerzen führen,
allergische Reaktionen auslösen,
Zellen schädigen und im schlimmsten Fall krank machen.“

 

Quelle  https://www.fitbook.de/mind-body/wie-duefte-und-aetherische-oele-auf-uns-wirken

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