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Was duftet da

Taoasis DuftgartenSeit Ende Juni gibt es auf dem Gelände der Taoasis Natur Duft Manufaktur einen Duft- und Heilpflanzengarten. Anlässlich des Internationalen Aromatherapie Fachkongresses wurde der Garten mit über 60 Duftpflanzen eröffnet. Den Kongress  richtete die Taoasis Akademie der Düfte zum vierten Mal in Detmold aus. Rund 150 Gäste aus aller Welt nahmen teil.
Axel Meyer, Firmengründer von Taoasis und Susanna Färber, Apothekerin, durchschnitten das Band und gewährten dem Fachpublikum Zugang zu duftenden Kräutern, Sträuchern und Duftpflanzen. In Kleingruppen konnten Pharmazeuten, Heilpraktiker und andere an Aromatherapie interessierte Fachleute das neu angelegte Gelände bestaunen. Taoasis will den Garten auch für die Öffentlichkeit zugänglich machen und Führungen nach Anmeldung anbieten.

Umsäumt von blühendem Lavendel war der Duftgarten allein dadurch schon eine Augenweide.

Seltenes Wintergrün war zu entdecken, die klassischen Heilpflanzen Arnika, Calendula, und Latschenkiefer ebenso wie Koriander, Kreuzkümmel und Fenchel. Prächtig am Blühen war die Damascener Rose und auch schon ganz stolz eine Zirbelkiefer. Mehrere Kleingruppen wurden am Auftakttag des Kongresses von Apothekerin Susanna Färber durch den Duftgarten geführt. TAOASIS plant nach Anmeldung auch öffentliche Führungen.
Quelle: Taoasis

Aromatherapie: Wie Duftstoffe wirken

In der Naturheilkunde haben ätherische Öle ihren festen Platz. Wie Forscher die Effekte einschätzen und wie Sie zu Hause die Aromatherapie anwenden können

Die Stoffe, mit denen Forscher in den Laboren der Fakultät für Biologie und Biotechno­logie der Ruhr-Universität Bochum hantieren, befinden sich in kleinen braunen Flakons oder langen weißen Spritzen. Die Bochumer untersuchen, ob und wie Krebszellen auf bestimmte Düfte reagieren. „Wir arbeiten an über zehn verschiedenen Zelltypen“, sagt Professor Hanns Hatt, Inhaber des Lehrstuhls für Zellphy­siologie an der dorti­gen Universität. Das Thema Duftstoffe, glaubt der Forscher, besitze nicht nur in der Krebsmedizin ein „hohes Zukunfts­potenzial“

Die Wirkung von Veilchenduft und Maiglöckchenaroma

Hatt und seine Kollegen zeigten vor ein paar Jahren, dass eine chemi­sche Komponente aus dem Veilchenduft (Beta-Jonon) das Wachstum von Prostata-Karzinomzellen in der Zellkultur verringert. Eine Studie von 2005 belegt, dass synthetisches Maiglöckchen-Aroma die Geschwindigkeit und Richtung von Spermien beeinflusst. Forscher vom Anatomischen Institut der Universität München wiesen nach: Zellen in der Darmwand re­agieren auf den Duftstoff Thymol, das Hauptaroma des Thymians, und schütten Substanzen aus, welche die Darmbewegungen verändern.

Es scheint, als würde durch molekularbiologische Forschung eine uralte Heilkunst bestätigt, die in der Schulmedizin lange belächelt wurde: die Aromatherapie. Manche ihrer Effekte sind seit Langem bekannt. „Einige ätherische Öle wirken stark auf Pilze, Bakterien und sogar Viren“, berichtet Hanns Hatt. „Dazu werden sie unter anderem von den Pflanzen produziert: als Abwehrstoffe gegen Fremdlinge.“

Teilweise unklare Studienlage

Trotzdem ist die Aromatherapie nicht in der Schulmedizin angekommen. Zwar setzen Kliniken Aromen immer häufiger als ergänzen­de Heilverfahren ein – etwa bei schlecht heilenden Wunden oder antibiotikaresistenten Keimen, gegen die Nebenwirkungen von Chemotherapien, bei Geburten oder in der palliativen Medizin. Doch als Arznei ziehen die meisten Mediziner synthetische Medikamente vor.

Das liegt daran, dass immer noch zu wenige beweiskräftige klinische Studien zu Wirksamkeit, Unverträglichkeit und Kosten vorliegen“, sagt Professor Dieter Melchart, Leiter des Kompetenzzentrums für Komplementärmedizin und Naturheilkunde an der Technischen Universität (TU) München.
Quelle:  http://www.apotheken-umschau.de/Aromatherapie

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