Posted on Schreib einen Kommentar

TA-Forum Gesundheit: Eintauchen in die Welt der Aromen

Mit speziellen Ölen Körper und Geist ansprechen

Zum Glück entdecken immer mehr Menschen und auch
Krankenhäuser/Heilpraktiker die Kraft der Kräuter und
Gewürze aus der Aromatherapie

Zum Auftakt der Vortragsreihe geht es in Apolda um die Aromatherapie,
die mit speziellen Ölen Körper, Geist und Seele anspricht.

Erfurt. Künstliche Gelenke und Krankenhauskeime, Inkontinenz und Kreuzschmerzen, Krankheiten im Alter
und Herzschwäche – das TA-Forum Gesundheit bietet im Herbsemester an bislang zwölf Terminen interessante
Vorträge an. Chef- und Oberärzte der beteiligten Krankenhäuser und Kliniken erklären allgemeinverständlich
medizinische Zusammenhänge und beantworten in der TA-Sprechstunde die Fragen der Zuhörer.
Der Auftakt findet am Dienstag, dem 11. September, um 17 Uhr im Robert-Koch-Krankenhaus in Apolda statt.
Nicole Fischer und Annabelle Colmán stellen die Aromatherapie vor.

Was ist die Aromatherapie?
Ein Teilgebiet der Pflanzenheilkunde, eine natürliche und sehr sanfte Behandlungsform,
bei der reine ätherische Öle nach traditionellen Rezepten gezielt eingesetzt und die
Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden.
Wie, wann, wogegen oder wofür kann man sie einsetzen?
Das ist sehr vielfältig. Generell kann man fast sagen, überall und immer.
Zur Körperpflege und bei Massagen ebenso wie für die Raumbeduftung.

aromarin Badeöle
aromarein Badeöle

Mal zur Anregung, mal zur Beruhigung.

Wird das Öl pur aufgetragen?
Nein, da es nicht wasserlöslich ist, braucht es einen Träger – ansonsten würde es nur
tropfenweise auf der Wasseroberfläche schwimmen. Mit Oliven-,
Mandel- oder Weizenkeimöl verbindet sich das ätherische Öl und kann –
mit Wasser vermischt – bei der Körperpflege eingesetzt werden.
Auch Kaffeesahne oder Honig sind gute Träger.
Was bewirkt das Waschen mit dem Öl-Wasser?
Sie brauchen die Haut danach nicht mehr einzucremen, Orangenöl beispielsweise
entspannt zudem die Haut, auch Zitrone und Lavendel eignen sich gut zum Waschen.
Pfefferminze etwa wirkt dabei auch gleich fiebersenkend.
Je nach Wirkspektrum wird das Öl bei den Patienten eingesetzt.
Welche Wirkungen sagt man den einzelnen Ölen nach?
Zitrone wirkt erfrischend, aber auch anregend und konzentrationsfördernd,
steht für Sauberkeit und wirkt desinfizierend. Majoran entkrampft,
etwa bei Gelenkschmerzend, Lavendelöl beruhigt, löst Angst und Stress und hat
das größte Wirkspektrum.
Orangenöl ist sehr harmonisierend, es kann beruhigend,
aber auch belebend sein. Man kann es bei Antriebsschwäche anwenden,
aber auch bei Überdrehung, um im Bild zu bleiben. Ist man zu weit oben,
holt es einen wieder auf den Boden, ist man am Boden zerstört, baut es einen wieder auf.
Es wirkt in beide Richtungen und wird oft den Mischungen beigegeben, weil es die Wirkung abrundet.
Viele Patienten verbinden den Orangenduft mit vielen schönen Erinnerungen,
etwa an die Kindheit oder an Weihnachten. Das löst bei vielen Glücksgefühle und sogar oft ein Lächeln aus.
Was ist mit Pfefferminze?
Das setzen wir bei fiebersenkenden Waschungen ein, aber nur bei Teilwaschungen,
weil es eine auskühlende Wirkung hat. Man sollte also nicht den ganzen Körper damit waschen,
sondern – zudem gering dosiert – nur Arme und Beine.
Zudem fördert es das Konzentrationsvermögen.
Wie wird der Duft im Raum verteilt?
Man kann das Öl in eine Duftlampe geben, in der es langsam verdampft
oder auf eine Kompresse tropfen und in die Nähe des Bettes legen.
Auf das Kopfkissen direkt sollte man es nicht tropfen, damit es nicht zu aufdringlich duftet.

Spielen bei der Aromatherapie die Jahreszeiten eine Rolle?

Ja, im Winter macht sich der Duft von Vanille beispielsweise sehr gut.
Da das Öl aber auch wärmend wirkt, ist es für den heißen Sommer eher ungünstig.
Was gehört noch zur Öl-Therapie?
Mit speziellen, fertig angerührten ätherischen Öl-Mischungen behandeln wir –
etwa mit Einreibungen – auch Patienten, die sich wundgelegen haben oder
an einer Pilz-Infektion leiden. Es gibt ein Öl zum Durchatmen,
das bei Atemwegserkrankungen eingesetzt wird und die Atemfunktion verbessert.
Eine andere Mischung wird bei Hämatomen nach Operationen oder Stürzen eingesetzt –
deren Zusammensetzung unterstützt das Auflösen der Blutergüsse.
Welche Öle helfen denn da?
Das Öl der Immortelle, der italienischen Strohblume.
Es beschleunigt den Wundheilungsprozess und hilft,
Schwellungen und Narben vorzubeugen.
Allerdings riecht es nicht so gut wie Lavendelöl.
Quelle:  https://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/TA-Forum-Gesundheit-Eintauchen-in-die-Welt-der-Aromen-Mit-speziellen-Oelen-Koe-401280940

Kommentar verfassen - deine Meinung interessiert mich