Posted on 1 Kommentar

Aromatherapie: Klinische Studien belegen ihre Wirksamkeit

Stuttgart (humannews) – Die Aromatherapie ist ein weit verbreitetes Therapieverfahren zur Linderung und Verhinderung von Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen. Sie wird zur Infektionsabwehr, aber auch bei einfachem Unwohlsein eingesetzt. „Es ist darauf zu achten, dass ätherische Öle und nicht Duftöle zur Therapie verwendet werden. Während ätherische Öle pflanzlichen Ursprungs aus bis zu 300 verschiedenen Inhaltsstoffen mit unterschiedlichen Wirkungen bestehen, werden bei Duftölen nur wenige, insbesondere diejenigen, die für den Geruch verantwortlich sind, synthetisiert und zusammengemischt. Ihre Wirkung muss deshalb nicht mit der des gleichnamigen ätherischen Öls übereinstimmen”, warnt Karin Kraft in der aktuellen Ausgabe der „Zeitschrift für Erfahrungsheilkunde” (Haug Verlag, Stuttgart 2008). Die Autorin hat den Lehrstuhl für Naturheilkunde an der Poliklinik für Innere Medizin in Rostock inne und klärt auf, wann die Aromatherapie sinnvoll und wissenschaftlich abgesichert angewendet werden kann und worauf dabei zu achten ist.

Bereits die alten Hochkulturen von Mesopotamien und Ägypten nutzten Duftstoffe, meist als Räucherwerk, für therapeutische und rituelle Zwecke. In Europa wurden ätherische Öle im Mittelalter häufig als Heilmittel eingesetzt. Den modernen Begriff „Aromatherapie” prägte aber erst 1937 der Kosmetikchemiker R.M. Gattefossé. Er erforschte seit 1910 ätherische Öle zur Therapie und beschrieb deren hervorragende antiseptische Eigenschaften. Eine physiologische Wirkung erzielen die Öle auf der seelischen Ebene durch Duftimpulse. Diese erreichen über die Riechnerven das limbische System des Gehirns. Dort löst die Stimulation verschiedener Gehirnareale Erinnerungsreaktionen aus und beeinflusst Körperfunktionen reflektorisch. Da ätherische Öle fettlöslich sind, werden sie bei Aromamassagen auch hervorragend über die Haut aufgenommen. Sie gelangen über den Blutkreislauf in alle Organe und beeinflussen auf der zellulären Ebene Enzyme, Carrier, Ionenkanäle und Rezeptoren. Sie passieren auch die Bluthirnschranke.

Etliche pharmakologische Untersuchungen ergaben wissenschaftlich abgesicherte positive Wirksamkeitsbelege. Kontrollierte klinische Studien zu häufig genutzten ätherischen Ölen wie z.B. Lavendel-, Zitronen-, Orangen-, Kamillen- und Melissenöl bestätigen, dass sich die Aromatherapie als nebenwirkungsarme adjuvante Therapie eignet: zur Reduktion von Schmerzen, Angst, Stress und depressiver Stimmung, zur Steigerung der Aufmerksamkeit und Gedächtnisleistung sowie zur Entspannung bei Schlafstörungen.

K. Kraft:
„Aromatherapie – Was ist gesichert?”
Erfahrungsheilkunde 2008; 57 (5): S. 282-286

1 thought on “Aromatherapie: Klinische Studien belegen ihre Wirksamkeit

  1. “Ich suche nach Informationen (websites?), die bereits wirklich einzigartigen Rat bieten von was auch immer und sogar was die allerbesten “shelves” sein könnten”.

    Hallo, alles was mit Aromatherapie zu tun hat, kann ich gern ganz persönlichen Rat geben.
    Fragen Sie einfach und schildern mir Ihr spezielles Problem, sicher gibt eine einfache und
    angenehme Lösung, das Wohlbefinden wieder herzustellen

Kommentar verfassen - deine Meinung interessiert mich