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Aromatherapie: Nicht nur für die Nase

Innsbruck – Der Duft von Zimt und Tanne
liegt in der Luft, eine Weihrauch-Note kommt dazu.
Gerüche wecken Erinnerungen und Emotionen.

Dass Düfte so stark auf den Menschen wirken, macht sich immer öfter die Medizin zu Nutze.
„In letzter Zeit merkt man, dass das Interesse größer wird, auch wenn die Aromapflege
seit 1997 gesetzlich als Weiterbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege verankert ist“,
sagt Birgit Krims vom Ausbildungszentrum West (AZW).
Die Kinderkrankenschwester und Lehrende im Kranken-
und Pflegebereich darf sich auch Aromakologin nennen.

aromarin DuftlampeDie Anwendung der so genannten Aromatherapie reicht von Kopfschmerzen
bis zu psychischen Erkrankungen. Die ätherischen Öle aus Pflanzen,
die den Duft entfalten, können etwa die Verdauung anregen oder das Immunsystem stärken,
indem sie dessen Fresszellen „hungriger“ machen.
„Die ätherischen Öle schützen Pflanzen vor Feinden in der Umwelt und helfen
auch uns gegen Viren, Bakterien oder Pilze“, erklärt Krims.

Sie entstehen durch Wasserdampfdestillation oder durch Pressen,
wie etwa bei Zitrusfrüchten. Durch ihre vielen verschiedenen Stoffe,
aus denen ätherische Öle bestehen, bereiten sie Keimen den Garaus.

Besonders in der Pflege kommen sie immer mehr zum Einsatz,
Phyto-Aroma-Pflege nennt sich dieser Bereich.
„Wir verwenden 100 Prozent naturreine, pflanzlichen Duftöle“, sagt Krims.

Der große Vorteil von Düften ist ihre doppelte Wirkung: Einerseits erreichen
die pflanzlichen Stoffe den Körper über Haut und Schleimhaut,
andererseits auch über den Geruchssinn.
„Der Mensch kann eine Billion Gerüche unterscheiden, das läuft meistens unbewusst ab“,
erklärt die Aromakologin. Der Geruchssinn hat dabei eine direkte Verbindung zu zwei Hirnarealen –
dem Hypothalamus und dem limbisches System.
„Dort werden unsere Gefühle gebildet. Gerüche wirken ganz unmittelbar“, sagt Krims.

Deswegen gibt es vor allem bei Demenzkranken Erfolge:
Durch bekannte Düfte wird ihre Erinnerung wieder angeregt.
Auch in jüngeren Jahren sind verschiedene Aromen hilfreich:
„Man kann Dufttraining machen, das steigert die Gedächtnisleistung
und funktioniert auch mit Kindern gut.“

Die Anwendung ist dabei so vielfältig wie die Duftnoten selbst:
von Duftsteinen oder Duftlampen über Massagen bis zu Tee.
Sogar in Zäpfchen wirken ätherische Öle.
Krims verwendet die Duftöle verdünnt: In ein Trägeröl, wie Mandel-,
Oliven- oder Kokosöl, werden wenige Tropfen ätherische Öle gegeben.

Auch das Räuchern diente bereits früh der Gesundheit, wie Stephanie Cammerlander erzählt:
„Fichtenharz enthält etwa ätherische Öle und wurde traditionell in Tirol verwendet,
bis es vom importierten Weihrauch verdrängt wurde.
“ Inzwischen sind Fichte, Zirbe oder Kiefer und auch heimische Blüten
für Räuchermischungen wieder beliebter.

„Genau wie man sich eine Tablette einwirft oder eine Salbe bei Schmerzen verwendet,
kann Räuchern über die Nase positiv wirken“, sagt Cammerlander,
die sich seit zehn Jahren mit Räuchern beschäftigt.
Weihrauch etwa wirke sowohl antibakteriell als auch auf psychischer Ebene.

aromarin BadeöleIn einem weiteren Medizin-Bereich könnten Düfte bald die Antwort sein, wie Krims erzählt:
„Wir kämpfen zurzeit mit Antibiotika-Resistenzen, so dass nur noch wenige Antibiotika wirken.
“ In Versuchen habe sich nun gezeigt, dass die Kombination von Antibiotika mit Düften
diese Resistenzen umgehen kann.
„Das wird noch ein ganz großes Thema werden“, ist sich Krims sicher.
Quelle: https://www.tt.com/lebensart/gesundheit/13807386/aromatherapie-nicht-nur-fuer-die-nase

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Aromatherapie für eigene Kosmetik

Kann ich das ätherische Öl einfach
in meine Kosmetik reinträufeln?

mit Aromaölen
Fußbad

Ein paar Tropfen Lavendelöl ins Badewasser und fertig ist die entspannende Bademischung?
Leider klappt das nicht ganz, denn ätherische Öle brauchen Fette,
um ihre Wirkung komplett zu entfalten.
Damit sich das Öl mit dem Wasser mischt, braucht es einen Emulgator.
Zum Baden eignet sich prima ein Becher Sahne – die pflegt obendrein noch die Haut.
In bestehende Kosmetikprodukte kann man Öle meist relativ gut integrieren,
zum Beispiel ein paar Tropfen Rosmarinöl in Shampoo,
etwas Minzöl zur Erfrischung schwerer Beine in die Bodylotion…

Tipp: Ätherische Öle niemals direkt auf Textilien träufeln,
die Flecken lassen sich meist nicht wieder entfernen.

Entscheidend für die Wirkung: die Qualität ätherischer Öle

Entscheidend für ihre Wirksamkeit ist die Qualität eines ätherischen Öls.
Die konzentrierten Extrakte aus Pflanzen, die durch Wasserdampfdestillation separiert werden,
sollten ihre Wirkstoffe in möglichst hochkonzentrierter Form enthalten.
Optimal ist 100% naturreines Öl aus biologischem Anbau –
das enthält keine synthetischen Duft-, Farb- oder Konservierungsstoffe
.
Und das hat – je nach ätherischem Öl – auch seinen Preis.
Denn für die Herstellung von einem Kilogramm ätherischen Öls sind je nach Pflanze
zwischen 150 und 5000 Kilogramm Pflanzenmaterial notwendig.
Besonders Rosenöl gehört zu den kostbarsten Ölen der Welt.

äthr.öle

Kopfschmerzen von ätherischen Ölen entstehen, wenn die Dosierung zu hoch ist
(in Schalen mit Wasser verdünnen) oder die Aromaöle mit Lösungsmitteln gestreckt sind.
Unsere Riechzellen sind sehr empfindlich, und ein zu konzentrierter Duft wird als unangenehm
empfunden, da er zusätzlich den Schmerznerv Trigeminus aktiviert –
das kennt man zum Beispiel von Menthol, Rosmarin und Eukalyptus.
Kleine Kinder reagieren übrigens besonders empfindlich.
Eine starke Duftkonzentration im Raum kann sich über die Haut und die Bronchien
auf den ganzen Körper auswirken. Erste Allergien sind vorprogrammiert.

Unbedingt die Haltbarkeit beachten:
Teebaumöl hält meist nur sechs Monate, andere ätherische Öle rund ein Jahr.

Quelle: https://www.brigitte.de/beauty/naturkosmetik/spannend-aetherische-oele-und-ihre-wirkung-11203876.html

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Ätherische Öle und ihre Wirkung auf unsere Haare

Rosmarin soll die Kopfhaut beruhigen
und gegen Schuppen helfen.

Tipp: Rosmarinwasser ist die schnellste Anwendung – einfach aufsprühen

 

 

Brokkolisamenöl gibt den Haaren einen geschmeidigen Glanz und ist
die natürliche Alternative zu Silikonen in Shampoos.
DIY-Tipp: im Reformhaus besorgen und drei Tropfen ins Haar geben oder das Shampoo damit anreichern.

Ohshadhi.euZitronenmelisse soll die Haare glätten und dank ihrer ätherischen Öle
gestresste Kopfhaut beruhigen sowie die Talgproduktion regulieren.

Hopfen: Er verspricht nicht nur die Nerven zu beruhigen,
sondern auch eine gestresste Kopfhaut.
Zudem soll er für Volumen sorgen und mit seinen sekundären Pflanzenstoffen,
den Flavonoiden, und Harzen das Haar kräftigen.

Warum ist die Wirkung ätherischer Öle umstritten?

  • Es gibt tausende von Studien zur Wirkung ätherischer Öle –
    allerdings tut sich die Forschung schwer mit der generellen Beweisbarkeit.
  • Ätheri­sche Öle bestehen nicht aus ei­nem,
    sondern aus vielen unter­schiedlichen Komponenten –
    diese Komplexität erschwert die Forschung.
    Beim Rosenöl etwa sind 120 der 550 pflanzlichen Inhaltsstoffe
    bisher nicht identifiziert. Außerdem schwanken die
    Zusammensetzungen der Inhaltsstoffe von Ernte zu Ernte.
  • Auch die Ernte unterschiedliche Pflanzenteile können andere
    Zusammensetzungen der ätherischen Öle zur Folge haben.
  • Die Vielfalt der einzelnen Pflanzen gibt oft keine standardisierbaren Ergebnisse –
    zum Beispiel kann man Öle von mindestens sieben unterschiedlichen Eukalyptus-Arten kaufen,
    die keinerlei Gemeinsamkeiten in ihrem chemischen Profil aufweisen.
  • Dennoch gibt es zahlreiche Studien, die die positive Wirkung ätherischer Öle beweisen können.
    Und auch Kliniken setzen zur Therapie aufmunternde und stabilisierende Öle wie
    Lavendel oder Grapefruitöl ein
    .
    Die psychische Wirkung und die Frage,
    ob ätherische Öle eine krebshemmende Wirkung haben,
    wird aktuell besonders untersucht.
    Quelle: https://www.brigitte.de/beauty/naturkosmetik/spannend-aetherische-oele-und-ihre-wirkung-11203876.html
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Spannend! Ätherische Öle und ihre Wirkung

Dass Aromatherapie kein Hokuspokus ist, beweisen zahlreiche Studien.
Ätherische Öle haben eine Wirkung auf unsere Psyche, Haut und Haar.

Ätherische Öle und ihre Wirkung

Die ganze Welt schnuppert gern an Orangenöl.
Die Vorlieben für andere Düfte sind national verschieden.
Aber nicht nur das wohltuende Aroma der Blumen und Pflanzen tut uns gut –
ätherische Öle haben eine starke Wirkung auf unseren Körper und unsere Psyche!
Bestimmte ätherische Öle wirken antibiotisch, andere antioxidativ,
können freie Radikale abfangen und Entzündun­gen bekämpfen.

aromarin Pflegeöle Orangesset

  • Abregen und Anregen: In der Kosmetik wird die Kraft der Pflanzen gern in Duschen oder Bädern eingesetzt: Ein Vollbad mit Lavendel-Öl holt uns herunter, eine Dusche mit Grapefruit, Orange oder Minze belebt.
  • Gegen Schulter- und Nackenverspannungen: Ätherische Öle wie Kampfer und Capsicum lockern Verspannungen und fördern die Durchblutung.
  • Zum Runterkommen: Neben dem Klassiker Baldrianwurzel beruhigt Nardenöl – ein paar Tropfen mit Mandelöl vermischen und auf die Brust reiben. Vetiver wird ebenfalls beruhigende Wirkung nachgesagt, als reine Duftzutat steckt es in vielen Parfüms.
  • Anti-Aging-Power: Wildrosenöl aus der Hagebutte steckt nicht umsonst in zahlreichen Anti-Aging-Cremes. Es soll die Zellteilung anregen und die Haut beruhigen.
  • Wirkung auf die Psyche: Ätherisches Zitrus-, Grapefruit- und Orangenöl gehören nicht nur zu den klassischen Sommer-Duftnoten, sie heben auch die Laune. Ebenfalls stimmungsaufhellend: der Duft von Rosen oder Geranie. Vanille wiederum schenkt das kuschlige Gefühl von Geborgenheit. Das kennen wir schon als Baby, denn Muttermilch duftet leicht nach Vanille.
  • Gegen Kopfschmerzen: Prof. Dr. Hartmut Göbel von der Universität Kiel hat je 1 g Paracetamol und ASS mit 10-prozentig verdünntem Pfefferminzöl bei Spannungskopfschmerzen verglichen und kam in seiner Studie schon 1998 zu dem Ergebnis, dass das Minzöl eine vergleichbare Wirkung bei leichten und mittelstarken Kopfschmerzen hat.
  • Gegen Pickel: Teebaumöl soll gegen Hautunreinheiten wirken – Vorsicht allerdings beim direkten Auftrag auf die Haut, da Teebaumöl – wie auch andere ätherische Öle – Allergien und Hautirritationen  auslösen kann. Deshalb erst einmal etwas Teebaumöl in der Armbeuge auftragen: Wenn sich in zwei Tagen die Haut dort nicht rötet, kann es direkt auf der Haut angewendet werden.
  • Gegen Schweiß: Limette und Salbei sind ideal, um uns im Deodorant vor Schweißgeruch zu schützen.

 

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Studie: Lavendelöl kann Angst vor OP lindern

Aromatherapie-Massagen können bei Menschen
vor Darmoperationen Ängste lindern und den Schlaf
verbessern, so das Ergebnis einer türkischen Studie

Bekamen Patienten eine Lavendelöl-Massage,
schliefen sie in der Nacht vor ihrer OP besser als die Vergleichsgruppe.

Es ist das „ausgeliefert sein“ – so beschreiben viele Patienten ihre Angst vor Operationen.
Man selbst gibt die Kontrolle ab, der Arzt übernimmt.
Außerdem befürchten viele Patienten, dass bei der Operation etwas schief gehen könnte
oder dass sie im Anschluss an Schmerzen leiden.
Diese Ängste sind belastend und führen nicht selten dazu,
dass die Patienten vor der Operation nicht zur Ruhe kommen
und in der Nacht davor nicht schlafen können.

Eine Aromatherapie-Massage, etwa vor einer Darmoperation,
könnte Patienten dabei helfen, in der Nacht vor der Operation besser zu schlafen,
ruhiger zu werden und ihre Ängste zu lindern, wie eine Studie zeigt.
Dabei werden ätherische Öle eingesetzt, die das Wohlbefinden steigern sollen.

Bisher waren die Studienergebnisse zu dieser Methode widersprüchlich.
Ein Forscherteam der Dokuz Eylul University in Izmir (Türkei) hat sich dieser
Thematik nun erneut gewidmet. Die Wissenschafter bezogen 81 Patienten,
die eine Darmoperation vor sich hatten, in die Studie mit ein.
Nach dem Zufallsprinzip wurden diese einer von zwei Gruppen zugewiesen.

Zwei Vergleichsgruppen

Die Patienten der einen Gruppe (40 Patienten) bekamen insgesamt zweimal
eine Aromatherapie-Massage. Hierbei wurde fünfprozentiges Lavendelöl
(bestehend aus fünf Prozent Lavendelöl und 95 Prozent Mandelöl) verwendet,
welchem eine beruhigenden Wirkung zugesprochen wird.
Die Massagen dauerten jeweils zehn Minuten.
Die erste Massage erhielten die Patienten am Abend vor der Operation (zwischen 19 und 21 Uhr).
Die zweite Aromatherapie-Massage wurde am Morgen der Operation (zwischen 6.30 und 8 Uhr) durchgeführt.

Die Patienten der anderen Gruppe (41 Patienten) dienten hingegen als Vergleichspersonen.
Sie wurden standardmäßig von einem Krankenpfleger betreut und bekamen keine Aromatherapie-Massage.
Mithilfe verschiedener Fragebögen ermittelten die Wissenschaftler,
wie stark die Ängste und wie gut die Schlafqualität der Patienten waren.
Die Patienten füllten diese am Vortag vor der Aromatherapie-Massage und am Morgen
der Operation nach der Aromatherapie-Massage aus – die Vergleichspersonen taten dies
zum gleichen Zeitpunkt.
Zu Beginn der Studie gab es keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Patienten
der beiden Gruppen, so die Forscher.

Weniger Ängste

Die Analyse der Daten ergab, dass die Patienten, die die Aromatherapie-Massage erhielten,
an dem Morgen der Operation weniger unter Ängsten litten als die Patienten,
die diese Behandlung nicht bekamen.
Der Vergleich zwischen den Ängsten vor und nach den Behandlungen zeigte,
dass sich diese nach den Behandlungen verbessert hatten.

Bei den Vergleichspersonen verbesserten sich die Ängste hingegen nicht;
sie waren am Morgen der Operation sogar noch stärker als am Vortag.
Zudem schliefen die Patienten, die die Aromatherapie-Massage bekamen,
in der Nacht vor der Operation besser als die Vergleichspersonen.

Die Aromatherapie-Massage könnte daher hilfreich sein, so das Fazit der Forscher,
um Patienten zu helfen, ihre Ängste vor einer Operation in den Griff zu bekommen.
Sie betonen jedoch, dass es sich um eine kleine Studie mit nur wenigen Teilnehmern handelt.
Größer angelegte Studien seien notwendig, um diese Ergebnisse zu bestätigen.
https://www.derstandard.de/story/2000084669880/studie-lavendeloel-kann-angst-vor-op-lindern