So wird Aromatherapie in der Medizin eingesetzt

Neue Studien zeigen die vielfältigen
Einsatzmöglichkeiten als ergänzende Therapien.

Düfte haben großen Einfluss auf die körperliche und seelische Verfassung
des Menschen – das ist schon lange bekannt.
Zu den bekanntesten Beispielen zählt etwa die entspannende
Wirkung von Lavendel. Zunehmend können die uralten
Erkenntnisse aus der Volksmedizin mit moderner Wissenschaft
nachgewiesen werden. Beim Jubliäumskongress der
Österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliche
Aromatherapie und Aromapflege (ÖGwA) diskutierten am
vergangenen Wochenende zahlreiche Experten über aktuelle
wissenschaftliche Erkenntnisse.

In der Hand von Fachleuten

Aromatherapie, in Händen von ausgebildeten Ärzten,
Pflegepersonal oder Apothekern, sei nämlich viel mehr als
etwa ein Lämpchen mit angenehmen Düften aufzustellen.
Die ÖGwA setzt sich seit zehn Jahren für die Wissenschaftlichkeit
der Methode ein und grenzt sich damit von esoterischen Strömungen ab.
„Gerade die psychologische Wirkung von ätherischen Ölen verleitet
verschiedene Personengruppen immer wieder dazu,
die Aromatherapie in die Esoterik abrutschen zu lassen“, sagt Iris Stappen vom
Department für Pharmazeutische Chemie an der Universität Wien.
Das schade dem Ansehen dieser „im Grunde ernstzunehmenden Methoden.“

„Mit der Aromatherapie kann man sehr gut ergänzend behandeln.
Die Studien werden in diesem komplementärmedizinischen Bereich immer besser“,
sagt der Lungenfacharzt Wolfgang Steflitsch, ÖGwA-Vize-Präsident.
Er führt Untersuchungen an, die das Potenzial ätherischer Öle zeigen,
um etwa Nebenwirkungen bei Tumorerkrankungen zu reduzieren.
„Eine begleitende Aromatherapie kann gerade im psychischen und
emotionalen Bereich unterstützend wirken.
Andere Patienten profitieren von Ölen,
um Nebenwirkungen wie Erbrechen zu verringern.“

 

Alltagsdüfte

Auch bekannte Düfte aus dem Alltag zeigen in Untersuchungen ihre
aromatherapeutische Wirkung. So profitierten etwa ältere Demenzkranke
von Küchendüften wie Majoran und Fenchel: Ihre Erinnerungsfähigkeit
verbesserte sich. Dies sei etwa für Krankenhäuser und Pflegeheime wertvoll.

Völlig unbedenklich sind sie nicht, betonen Walter Jäger und
Univ.-Prof. Gerhard Buchbauer vom Department für Pharmazeutische Chemie:
„Irrtümlicherweise herrscht bei der Mehrheit der Anwender die Ansicht,
dass pflanzliche Zubereitungen und somit auch ätherische Öle in jeder Hinsicht
sicher und unbedenklich sind, da es sich dabei um vollkommen natürliche Stoffe handelt.“

Wechselwirkungen berücksichtigen

Allerdings sind ätherische Öle sogenannte Multikomponentenmischungen.
„Daher ist die Wahrscheinlichkeit dass einzelne ihrer Inhaltsstoffe mit
Arzneimitteln oder mit sich in Wechselwirkung eintreten können, groß.“
So können etwa Inhaltsstoffe von Grapefruit ein bestimmtes Enzym in der
Leber (CYP3A4), das an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt ist, hemmen.
Johanniskraut wiederum kann die Aktivität dieses Enzyms steigern.

Besonders im Blick auf Terpene, die Hauptbestandteile ätherischer Öle,
seien noch viele pharmakokinetische Untersuchungen notwendig, betont Jäger.
Damit könnten die Anwendungsbereiche der Aromatherapie weiter verbessert werden.
So sei etwa noch nicht ausreichend erforscht, wie die Abbauprodukte von Terpenen,
die in Blut und Harn feststellbar sind, wirken.
https://kurier.at/wissen/so-wird-aromatherapie-in-der-medizin-eingesetzt/250.057.280

Die Heilkraft der Rosen

  1. Rosenduft beruhigt
  2. Schmerz lindern mit der Kraft der Rosen
  3. Kopfschmerz, ade!
  4. Rosenöl macht die Haut straffer
Schon unsere Vorfahren kannten ihre positive Wirkung auf das Wohlbefinden.
Heute wird das vor allem in der Aromatherapie genutzt

Wie keine andere Blume steht die Rose für Schönheit und Liebe.
Was aber viele nicht wissen:
Ihre wertvollen Inhaltsstoffe tun Körper und Seele gut.

 

 

Rosenduft beruhigt

Am auffälligsten ist die wohltuende Wirkung ihres Duftes.
Sie wird schon seit Jahrtausenden eingesetzt und ist heute
wichtiger Bestandteil der Aromatherapie.
Die ätherischen Öle helfen gegen Schlaflosigkeit und Ängste,
zudem können sie regulierend auf den weiblichen Zyklus einwirken.
Dafür drei bis höchstens fünf Tropfen Rosenöl in eine Duftlampe geben.
Achten Sie darauf, dass der Geruch nur sehr schwach wahrnehmbar ist

Schmerz lindern mit der Kraft der Rosen

Auch innerlich eingesetzt, lindert die Rose verschiedene Beschwerden.
Gegen krampfartige Schmerzen im Oberbauch beispielsweise hilft es,
fünf Globuli Rosa damascena D6 (Apotheke) pro Stunde unter der Zunge
zergehen lassen. Werden die Beschwerden schwächer,
die Dosis auf dreimal täglich fünf Globuli senken.

Kopfschmerz, ade!

Ein Tee aus getrockneten Blütenblättern hilft gegen Kopfschmerzen und
leicht entzündete Schleimhäute. Geben Sie einen Teelöffel der Blätter in
200 Milliliter heißes Wasser und lassen Sie den Sud für zehn Minuten ziehen
und dann abseihen. Davon können Sie bis zu drei Tassen täglich trinken.

Rosenöl macht die Haut straffer

100 Gramm getrocknete Blütenblätter mit 0,5 Liter Mandelöl übergießen.
Über Nacht stehen lassen, anschließend abseihen.
Zweimal täglich fünf bis acht Tropfen auftragen und einmassieren.

Quelle:http://www.liebenswert-magazin.de/die-heilkraft-der-rosen-1797.html

Ätherische Öle statt Tabletten! Dieses Krankenhaus versucht es alternativ

Leipzig – Das evangelische Diakonissenkrankenhaus hat als erstes Krankenhaus im Raum Leipzig die Aromapflege eingeführt.

Ätherische Öle aus Bergamotte, Weißtanne, Lavendel, Zeder usw. sollen die Selbstheilungskräfte der Patienten anregen und auf die Mitarbeiter konzentrationsfördernd und ausgleichend wirken.

Geschultes Personal hat bereits Tests an einer Projektgruppe durchgeführt. Zuerst nur mit der Beduftung verschiedener Krankenhausbereiche, später auch in der Operationsschleuse und im Aufwachraum, im weiteren Verlauf kamen die Bio-Öle dann bei der Patienten-Pflege, etwa bei Waschungen und der Hautpflege, zum Einsatz.

„Die Aromapflege ist im Kern gar nicht so neu, vielmehr speist sie sich aus einem Erfahrungsschatz, der in mehr als 5.000 Jahren zusammengetragen wurde“, so Pflegebereichsleiterin Christina Wotsch vom Evangelischen Diakonissenkrankenhaus Leipzig. „Bei einzelnen Patienten, die gut auf die Aromapflege ansprechen, konnten wir die Gabe von Beruhigungstabletten bereits deutlich reduzieren oder sogar ganz darauf verzichten.“

Ätherische Öle werden aus den Öldrüsen der Pflanzen beziehungsweise deren Schalen gewonnen. Sie gelangen über die Haut und Schleimhäute in den Körper und entfalten dort ihre beruhigende, belebende, wärmende oder kühlende Wirkung.

äthr.öle

Das Diakonissenkrankenhaus verwendet Bio-Öl, welches das körperliche und seelische Wohlbefinden positiv beeinflussen soll. So wirkt es nicht nur angstlösend und entspannend, sondern auch antibakteriell und schmerzlindernd.

Quelle:https://www.tag24.de/nachrichten/diakonissenkrankenhaus-leipzig-aromatherapie-mit-aetherischen-oelen-233918

Zimt und Honig – altes Wissen

mit diesem Video möchte ich Ihnen einen Arzt vorstellen, der durch eigene Erfahrung
dieses wohltuende einfache Rezept für sich angewandt hat. Sehr viele und umfangreiche
Tipps, daher meine Empfehlung, bis zum Ende ansehen.

Auch ich habe ja schon einige Rezepte mit Zimt und Honig vorgestellt und ganz besonders
möchte ich Ihnen meinen Kokos-Zimt-Balsam vorstellen. Das hat nicht nur einen
paradiesischen Duft, dieser Balsam  schützt auch Ihre Haut, auch an den Füßen und
wirkt positiv bei Entzündungen.

Die Füße in die tägliche Körperpflege mit einbeziehen ist sehr zu empfehlen und
verhindert unerwünchte Ansteckung. So können Sie sich ganz unbeschwert im
Schwimmbad und in der Sauna bewegen.

Ziemlich dufte Krankenschwester: Ein Ausflug in die Aromatherapie

Katrin Fischer arbeitet als Aromatherapeutin im
Apoldaer Krankenhaus und
ist weit und breit die
einzige ihres Fachs

Apolda. Lavendel, Vanille, Orange, Thymian: Katrin Fischer hat sie alle – die ätherischen Öle,
mit denen Keime in Schach gehalten, Beschwerden gelindert und Heilungskräfte aktiviert
werden können. Die 46-Jährige ist Aromatherapeutin im Robert-Koch-Krankenhaus
Apolda (RKK)
– eine der ganz wenigen im klinischen Bereich bundesweit.

Als Katrin Fischer 1990 frisch von der Schwesternschule kam und auf der Intensivstation
des RKK begann, war sie zunächst Feuer und Flamme für die Gerätetechnik:
Alles war neu, modern und spannend.

Doch nachdem sie 22 Jahre als Intensivschwester gearbeitet, sich rund um die Uhr und wochen
– wie feiertags um schwerstkranke Patienten gekümmert hatte, fand sie, dass „sich in der Pflege
etwas verändert hatte“: Im eng getakteten Klinikalltag dominierte der Gerätepark,
für die individuelle Arbeit mit den Patienten blieb immer weniger Zeit.

„Je älter ich wurde, desto mehr habe ich mich für die Patienten interessiert.
Die Technik ist unerlässlich, aber eben nicht alles“, sagt sie.
Vor acht Jahren trat dann mit Uta Ducke eine neue Pflegedienstleiterin
im RKK ihren Dienst an und skizzierte ihre Vorstellungen davon,
wo Pflege in zehn Jahren angekommen sein sollte.
„Und dazu zählte für sie auch die Aromapflege,
die Anwendung von ätherischen Ölen in der Pflege“, erzählt Katrin Fischer.

Für sie war das wie ein Fingerzeig: Weil sie ohnehin von jeher Interesse an naturheilkundlichen
Verfahren in Ergänzung zur Schulmedizin hatte, reichte sie bei der Pflegedienstleitung
spontan eine Bewerbung für die Stelle der Aromatherapeutin ein – und wurde ausgewählt.
„Man wollte dafür jemanden, der in der Klinik ein gewisses Ansehen hat und mit den Ärzten auf
Augenhöhe spricht – als Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivmedizin brachte ich das mit.“

Allerdings musste sie berufsbegleitend noch eine einjährige Ausbildung in Berlin absolvieren
– und oft genug nach einem Spätdienst gleich am nächsten Morgen in den Zug springen und
zur Akademie fahren. Aber das nahm sie gern in Kauf.
Seit fünf Jahren ist Katrin Fischer nun als Aromatherapeutin im Einsatz.

Weil sie weiß, dass sich Patienten fast genauso vor typischen Krankenhausgerüchen
wie vor Schmerzen fürchten, erarbeitete sie ein Konzept für den Einsatz von natürlichen
Essenzen in der Pflege, das von allen Schwestern und Pflegern umgesetzt wird.
So rührt sie täglich für alle Stationen mit Ausnahme der Kinderstation eine Mischung
aus Meersalz, Mandel- und Orangenöl an, mit der bettlägerige Patienten,
sofern sie oder ihre Betreuer einverstanden sind, anstelle von Seife gewaschen werden.
„Das wirkt harmonisierend, appetitanregend und stimmungsaufhellend“, erklärt Katrin Fischer.

Sie ist sich für keinen Handgriff zu schade

Komme es vor allem auf einen antibakteriellen oder -viralen Effekt an,
setze sie lieber Zitronenöl ein. Davon profitieren nicht nur die Patienten,
sondern auch ihre Angehörigen, die Ärzte und Pflegekräfte:
Statt unangenehmer Gerüche schmeicheln angenehme Aromen ihrer Nase,
ohne dass sie die Düfte wie in einer Parfümerie überfallen.

Katrin Fischer geht täglich auf die Stationen, um Schmerzpatienten,
Demenzkranke oder Sterbende mit den Ölen zu behandeln.
„Ich kann den Raum beduften, den Patienten Tücher
mit einem Duft anreichen, einen heißen Wickel machen oder ihnen eine
Hand- oder Fußmassage mit einem Öl anbieten.“

Das Schöne daran sei, dass ihr niemand eine Zeitvorgabe mache,
sie in besonderen Fällen auch mal eine Stunde am Bett eines Patienten sitzen könne.
Als Fachkrankenschwester erkenne sie sofort, wenn ein Patient erst mal den Schieber
braucht oder sein Beatmungs­gerät besser eingestellt werden muss, ehe sie beginnen kann.
„Da bin ich mir auch für nichts zu fein.
Ich bin schließlich Krankenschwester mit Leib und Seele“, sagt sie.

Katrin Fischer hat bereits einen großen Erfahrungsschatz angehäuft:
Sie weiß, dass zum Beispiel der demente Fleischer besonders gut auf
Majoran-Öl anspricht, der Geruch in ihm Erinnerungen weckt,
die ihn entspannen lassen. Sie weiß, dass die ältere Dame,
die die bevorstehende Operation vor Angst zittern lässt,
bei einer Fußmassage mit Lavendel zur Ruhe kommt.
Und nicht nur einmal schlief ein Palliativpatient für immer friedlich ein,
als sie bis in die Fingerspitzen sanft seine Hand massierte.

Lavendelöl ersetzt manche Schlaftablette

„Ich habe Zeit für die Patienten, kümmere mich um sie und auch um die Angehörigen.
“ Und das eben nicht nach Schema F, sondern stets auf den jeweiligen Patienten zugeschnitten.
Längst fragen viele Patienten gezielt nach der Aromatherapeutin – und an der Innenseite des Schranks,
in dem Katrin Fischer ihre Öle aufbewahrt, erzählt eine ganze Sammlung von
Briefen und Karten von der Dankbarkeit, die die Patienten ob ihres Einsatzes empfinden.
Denn die Pflege mit ätherischen Ölen aktiviert auch die Selbstheilungskräfte,
stimuliert das Immunsystem und trägt dazu bei, Medikamente sparsamer einzusetzen.
Wenn etwa ein Tuch mit Lavendelöl beruhigend wirkt und den Schlaf befördert,
kann auf die Schlaftablette getrost verzichtet werden.

Längst gibt die 46-Jährige ihr Wissen und ihre Erfahrungen auch weiter.
In zweitägigen Basiskursen hat sie schon rund 250 ihrer Kollegen allein im RKK geschult.
Sie hält aber auch Seminare und Vorträge in anderen Kliniken, in Altenheimen oder
Palliativeinrichtungen. „Zuerst war ich nur in Thüringen unterwegs,
inzwischen aber hat sich mein Radius deutlich erweitert“, sagt sie.

Damit ist die zierliche Mutter eines erwachsenen Sohnes,
die stets am farbenfrohen Oberteil zur weißen Hose und dem Körbchen
mit Ölfläschchen zu erkennen ist, immer auch Botschafterin des Apoldaer Krankenhauses,
das sich ihre Stelle leistet. Die Patienten jedenfalls kosten ihre Dienste nichts zusätzlich.

Lediglich die Aroma-Öl-Massagen, die Katrin Fischer für Gesunde anbietet,
müssen extra bezahlt werden. Zur Hälfte sind es die eigenen Kollegen,
die sich bei ihr auf eine weich gepolsterte Liege legen.

„Das scheint allerdings ein Frauending zu sein“, stellt Katrin Fischer schmunzelnd fest.
Denn Männer klopften so gut wie nie bei ihr an.
Sie ahnen offenbar nicht, wie gut ihnen das tun würde.
Quelle: http://www.tlz.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Ziemlich-dufte-Krankenschwester-Ein-Ausflug-in-die-Aromatherapie-858485923