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Lavendelöl gegen Streß

Schon die alten Griechen, Perser und Römer schätzten das Lavendel als Heilkraut sehr. Sein Name leitet sich vom lateinischen Wort „lavare“ (reinigen) ab und tatsächlich weist er auch eine klärende und heilende Wirkung bei der Hautpflege oder bei der Behandlung von Wunden auf. Darum ist  Lavendel zum beliebten Bestandteil von vielen Hautpflegeprodukten geworden. Seine therapeutische Wirkung und das breite Anwendungsspektrum basieren auf seinem ätherischen Öl, das sich aus über 200 verschiedenen Inhaltsstoffen zusammensetzt, die in ihrem synergistischen Zusammenspiel unmittelbar beruhigend auf das zentrale Nervensystem einwirken, entspannen und den gesunden Schlaf fördern.

Darum wird Lavendelöl häufig auch als „Erste-Hilfe-Duft“ bei Stresszuständen bezeichnet: Nervöse Unruhe, Einschlafstörungen, Verspannungen, Verkrampfungen und ein labiler Kreislauf regulieren sich mit Hilfe von  Lavendelöl  leichter.

Die mit Öldrüsen bedeckten Blüten sind die Basis zur Herstellung dieses alten Hausmittels. Warme Auflagen mit Lavendelöl  fördern die Entspannung. Sie können auch muskuläre Überanstrengungen und die dadurch bedingten Verspannungsschmerzen, wie  Spannungskopfschmerzen lindern.

Eine bewährte Variante der vielfältigen Körperwickelmethoden ist der „Express-Lavendel-Wickel“. Hierfür ein dünnes trockenes Baumwolltuch (z.B. Taschentuch) anwärmen und mit ca. 25 Tropfen  Lavendelessenz beträufeln. Auf die verspannte Körperpartie auflegen, zum Beispiel auf den Nackenbereich, und ein kleines

Gästehandtuch darüber legen. Eine Wärmflasche kann die entspannende Wirkung dieser Nackenkompresse zusätzlich noch verstärken. So angewendet übt das wertvolle ätherische Lavendelöl  seine entspannende Wirkung gleichzeitig über Haut und Geruchssinn aus und der Spannungskopfschmerz wird gelindert.

Lavendelöl ist eine wohl duftende pflegende Einreibung für äußerliche Anwendungen, zum Beispiel an Armen und Beinen. Auch sehr hilfreich bei nervöser Unruhe, Verspannungen, vegetativen Gleichgewichtsstörungen und Problemen beim Einschlafen. Vor dem Schlafengehen angewendet, schenkt Lavendelöl  Entspannung nach einem anstrengenden Tag. Das fördert die Abendruhe und den erholsamen Schlaf

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Wissenswertes über Hydrolate

Als Nebenprodukt bei der Herstellung von ätherischen Ölen, genauer gesagt bei deren Destillation, fällt das Hydrolat „Pflanzenwasser“ (Rosen-, Salbei-, Teebaumwasser/Hydrolat usw.) an. In diesem Pflanzenwasser/Hydrolat sind alle wasserlöslichen Inhaltstoffe der destillierten Pflanze enthalten und deshalb zu wertvoll, um nicht genützt zu werden. Bei der Produktion von ätherischen Ölen wird das abfließende „Wasser“ nur zum Teil verwendet. Bei der Rose nimmt mancher Hersteller erst den 2. oder 3. Durchlauf des Wassers, da erst dann die chemischen Inhaltstoffe durch oxitative Wasserspaltung gebildet werden.
aromarin Rosenwasser ist ohne „Alkohol“, welcher den meisten Hydrolaten/Wassern zugesetzt wird, um diese haltbar zu machen und vor Verkeimung zu schützen.

Die Hydrolate im Einzelnen

  • Rosenwasser
  • Sandelholzwasser
  • Lavendelwasser
  • Salbeiwasser
  • Orangenblütenwasser
  • Teebaumwasser
  • Mellissenwasser
  • Myrtenwasser
  • Hamameliswasser
  • Kamillenwasser
  • Pefferminzwasser
  • Rosmarinwasser

Diese aufgezählten sind nur eine Auswahl und die am gängigsten verwendeten.

Verwendungsmöglichkeiten

Kompressen in der Krankenpflege oder in der Kosmetik, Naturparfüms, Haar- und Hautpflege, Mundpflege, zur Herstellung von Rasier-, Mund- und Haarwässern, außerdem für Deodorantmischungen geeignet. Zur Anwendung in der Kranken-, Wöchnerinnen- und Babypflege.

Im Wellnessbereich:
n der heißen Jahreszeit ist es eine Wohltat für den Körper, einen Waschhandschuh mit Hydrolat (Lieblingsduft) benässt kurz abwaschen und auf der Haut trocknen lassen.

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Was Hydrolate für Sie tun können

HydrolatBei jeder Destillation ergeben sich auch die Pflanzenwässer- Hydrolate. Diese Hydrolate sind eine wertvolle Ergänzung und Alternative zu den ätherischen Ölen. Da in den Hydrolaten noch sehr geringe Spuren der Essenzen enthalten sind, duften sie auch nicht so intensiv wie die entsprechende Essenz und werden daher manchmal als angenehmer empfunden. Ein Pflanzenwasser kann ohne Verdünnung angewendet werden.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig und unkompliziert:

Im Wellnessbereich zum Wohlfühlen als Bodysplash
Als Gesichtswasser ohne AlkoholAls Heilwasser bei empfindlicher Haut
Als Aftershave heilt es kleine Verletzungen
Als Raumspray für eine entspannte Atmosphäre
Zum kurmäßigen Einnehmen
In Aromaküche zum Aromatisieren
In der Aromaküche zur Energetisierung der Speisen
Als spritziges, erfrischendes Getränk
Als Kompressen
Als Zahnpflege zum Gurgeln
In der Babypflege
Als Haarspray

Cistrose als Antifalten – Wasser, bei gestauter Haut, bei Nasenbluten einige Tropfen auf etwas Watte und vorsichtig in die Nase einführen

Immortelle: als Gesichtswasser bei erweiterten Äderchen,  als Kompresse bei kleinen Verletzungen und Stichwunden, zum Gurgeln bei Zahnentzündungen

Kamille: als Gesichtwasser bei empfindlicher Haut, als vaginale Spülung bei Pilzinfektion, als Körperabreibung bei irritierter Haut

Lavendel: als Gesichts- und Rasierwasser bei Insektenstichen,  zum Entspannen als Zusatz in der Badewanne, gekühlt als Kompresse bei Verbrennungen,  in der Küche als Zusatz zur Salatsoße, als Raumspray

Lorbeer:  als Gesichtswasser bei fettiger Haut, als herb duftendes Aftershave, als warme Kompresse bei Verspannungen,  in der Küche als Zusatz zur Salatsoße

Melisse: zum Betupfen bei Herpes, bei wunder Babyhaut, als Kompresse bei Entzündungen, auf dem Wattepad bei Augenlidentzündung,  bei schweren Beinen als Spray, hilft beim Einschlafen als Schlummertropfen,  bei innerer Unruhe kurmäßig Morgens 1 Teelöffel einnehmen, als Raumspray

Minze: als Gesichtswasser bei fettiger Haut, als erfrischende und belebende Abreibung am Morgen, auf Reisen als erfrischendes Spray auf Unterarme und Gesicht, als kühle Kompresse bei Prellungen und Kopfschmerzen, bei Zahnfleischproblemen zum Gurgeln,  als erfrischendes Getränk  50 – 100ml Hydrolat mit 1l Mineralwasser auffüllen, eventuell süßen, als Raumspray

Muskatellersalbei: als Gesichtswasser bei empfindlicher Haut, gemischt mit Pfefferminzhydrolat bei Hitzewallungen, zum Gurgeln bei Halsschmerzen, in der Duftlampe zur Entspannung, als Haarspray

Neroli: als erfrischendes Gesichtswasser bei trockener Haut,  zur Erfrischung gekühlt auf die Arme als Spray,  zur Entspannung in der Duftlampe bei seelischer Verstimmung, im Kinderzimmer in der Duftlampe zur Beruhigung, bei Prüfungsangst, Sodbrennen und Herzrasen kurmäßig 1 Teelöffel einnehmen, als Raumspray, als Haarspray

Rose: als Gesichtswasser für die anspruchsvolle Haut, als Augenkompresse bei gereizten Augen, als kühle Kompresse bei Schwellungen und Entzündungen,  bei Fieber etwas angewärmt auf Stirn und Nacken gelegt, als Auflage bei Insektenstichen, als Auflage bei wunder Babyhaut, in der Küche zur Herstellung von Marzipan, zur Aromatisierung von Dessert, als erfrischende Schorle mit Apfelsaft,  als Raumspray, als Haarspray

Rosengeranie: als feuchtigkeitsspendendes Gesichtswasser, als Spray bei Hitzewallungen,  zum Aromatisieren von Tee, Obstsalat und Sahne, als Raumspray, als Haarspray

Rosmarin: als klärendes Gesichtswasser,  als Haarwasser bei Haarausfall, als Kreislauftonikum Morgens kurmäßig 1 Teelöffel eingenommen, als Raumspray

Salbei: als erfrischendes Gesichtswasser bei Hitzewallunge mit Pfefferminzhydrolat, als regenerierendes Haarwasser, zum Gurgeln bei Halsschmerzen,  bei Hitzewallungen als kurmäßige Einnahme 3 x 1 Teelöffel täglich, nimmt Keime aus der Luft als Raumspray

Schafgarbe: bei Akne als Gesichtswasser, schleimlösend bei Husten zum Gurgeln

Teebaum: bei unreiner Haut als Gesichtswasser, als herbes Aftershave, als Heilwasser bei kleinen Verletzungen, als Mundwasser, als Haarwasser, zur Wundversorgung als Kompresse, als vaginale Spülung bei Pilzinfektionen, als Raumspray zur Klärung der Atmosphäre

Thymian: bei unreiner Haut als Gesichtswasser, als Haarwasser, bei Gürtelrose als Spray zur Schmerzlinderung,  bei feuchten Wunden als Auflage, als Spülung bei vaginalen Infektionen, als Kompresse auf schmerzende Wunden, als Raumspray zur Klärung der Atmosphäre

Zimt: als Mundwasser, als warme Kompresse bei Sportverletzungen, zum Aromatisieren mit Vanille und Honig von Dessert und Joghurt,  in der Duftlampe, als Raumspray

Dies sind nur einige der Möglichkeiten, aus der Kräuterkunde ist ja bekannt, das die heilkräftigen Kräuter eine sehr unspezifische und breite Wirkung haben. Probieren Sie und experimentieren Sie mit den duften Wässern. Mischungen verschiedener Hydrolate verstärken die Wirkung und ergeben überraschende Dufterlebnisse..

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Hydrolat

Das Hydrolat ist ein „Abfallprodukt“ aus einer Wasser- oder Dampfdestillation von Duft- und Heilpflanzen. Das ist ein wertvolles und sehr sanftes Wasser, welches man vielfältig nutzen kann. Die Essenzen sind schon vielfach untersucht und analysiert worden, während es über die Hydrolate kaum Veröffentlichungen gibt. Somit sind die Einsatzgebiete für Hydrolat weitgehend unbekannt. Will ich Hydrolat therapeutisch nutzen,  muß auf unverfälschtes, natürliches destilliertes Wasser ohne Zusätze geachtet werden.

Wird das Hydrolat mehrfach in den Destillationsprozess zurück gegeben, wie es bei manchen Rosendestillaten gemacht wird, dann wird es vermehrt mit ätherischen Ölpartikeln angereichert.

Reine Hydrolate sind wertvolle Helfer in der Familienpflege Im Rosenhydrolat befinden über 50% des schmerzlindernden und sehr rosig duftenden Rosenalkohols Phenylethanol. Rosenwasser wirkt beruhigend, antiseptisch und stärkend in der Hautpflege. Für eine Augenkompresse 2 Wattepad mit dem Wasser tränken und ca. 20 Minuten auf die geschlossenen Augen legen. Das entspannt, beruhigt und lindert Entzündungen.

Dieses zarte Wasser beruhigt und harmonisiert nicht nur das Gemüt, sondern auch die trockene, empfindliche und strapazierte Haut. Da es einen sehr feinen wohltuenden Duft hat, ist es sehr gut im Kinderzimmer in der Duftlampe zu nutzen und natürlich auch Lavendelwasser. Eine exquisite Emulsion für die tägliche Gesichtspflege ist, nach der Reinigung Rosenwasser auf das Gesicht zu sprühen und dann das Pflegeöl einzumassieren. Das ist ein herrliches angenehmes Gefühl und sehr pflegend. Dafür eignet sich natürlich auch Orangenwasser – Weihrauchwasser – Myrthenwasser – Rosmarinwasser – Lavendelwasser usw.

Der feine köstliche Duft macht Rosenwasser zu einem beliebten Zusatz zur Gesichtscreme. In der Wundbehandlung, bei schlecht heilenden Wunden, kann man Rosenwasser, sowie auch Teebaumwasser oder Cistrosenwasser einsetzen. Bei Sonnenbrand, Entzündungen, kleinen Verbrennungen und Fieber eigenen sich die Hydrolate hervorragend. Bei Gürtelrose bringt ein Spray aus Rosen- oder Melissenwasser Erleichterung und Linderung. Bei Husten und Bronchitis können Inhalationen von Kamillenwasser oder Thymianwasser helfen.

Als Mundwasser und zum Gurgeln werden die Hydrolate pur verwendet, dazu gibt man ca. 3 Eßlöffel Hydrolat auf ein Glas lauwarmes Wasser.

Als Gesichts- und Rasierwasser sind die Hydrolate erste Wahl, da sie ohne Zusätze und auch ohne Alkohol sind. Also für empfindliche Haut besonders gut geeignet.

In der Bäckerei ist das Rosenwasser seit jeher bekannt, dabei bieten sich außer Rosenwasser auch Orangenwasser an. Das im Supermarkt erhältliche „Rosenwasser“ ist meistens synthetisch, also ungeeignet für aromatherapeutischen Einsatz. Zudem ist es teuerer als das bei mir erhältliche reine hochwertige Hydrolat. So kann man auch für eine Salatsoße ein Kräuterwasser wie Rosmarin, Fenchel, Thymian, Majoran, Ingwer etc. nehmen.

 

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Nebenprodukt Hydrolat

Das bei der Gewinnung von ätherischen Ölen durch Destillation gewonnene „destillierte Wasser“ ist mit den wasserlöslichen Bestandteilen der jeweiligen Pflanze versetzt. Beim Rosenwasser ist es zum Beispiel der den Duft wesentlich prägende Phenylethylalkohol. Dieses Hydrolat duftet deshalb für viele Menschen sogar angenehmer als das Öl selbst. Das ätherische Öl enthält im Gegensatz dazu „nur“ die fettlöslichen, leicht flüchtigen Inhaltsstoffe dieser Pflanze. Hydrolate haben auch eine starke Heilwirkung, manchmal wird — zumindest in bestimmten Bereichen — die Heilwirkung der ätherischen Öle sogar übertroffen. Sie bilden einen komplementären Teil der Aromatherapie, werden aber leider noch oft vergessen. Vielleicht, weil sie einst als „wertlose Abfallprodukte der Destillation“ angesehen wurden.
Für die Behandlung von Kindern, Schwangeren und gebrechlichen Menschen sowie nicht-vegetarischen Tieren wie Katze und Hund sind sie optimal, da sie eine sehr sanfte Wirkung haben. Allerdings ist hier der Bedarf an Forschung noch wesentlich größer als bei den ätherischen Ölen. Für die meisten Hydrolate müssen die Wirkungen auf die menschliche Gesundheit analysiert werden, auch hört man sehr Unterschiedliches was die Haltbarkeit anbelangt. Sie eignen sich hervorragend auf Kompressen  bei Prellungen, Verbrennungen oder Fieber; man gefriert sie zu Platten oder Würfeln und wickelt sie vor Gebrauch in sterile Wundkompressen. Auch zum Ansetzen von Bachblütenpräparaten sind sie eine gute Ergänzung. Zur Herstellung von Cremes, Deos und Haarwässern sind sie auch ausgezeichnet geeignet. Und natürlich auch zum Kochen.